So war mein Gartenjahr 2017

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, Zeit für einen kleinen Rückblick auf das Gartenjahr 2017.

Das waren die Highlights 2017 in meinem Garten

grashüpfer auf strohblumeHighlights in meinem Garten waren 2017 definitiv die Vielfalt an Insekten. Dadurch, dass ich es geschafft habe, dass immer irgendwo was geblüht hat, waren Unmengen an Hummeln, Wildbienen, Honigbienen und unterschiedlichste Schwebfliegen da. Aber auch Grashüpfer, Käfer, Wanzen und noch viel mehr, krabbelten umher. Auch Vögel waren etliche zu hören und zu sehen. Neben verschiedenen Meisenarten gab es relativ viele Amseln, Spechte, Rotschwänzchen und Rotkelchen und endlich mal wieder Schwalben.

Das lief so gar nicht wie gewünscht

Uh, da war so einiges. Tomaten zum Beispiel. In den letzten Jahren hab ich immer Tomatenpflänzchen gekauft und kurz danach noch welche von meinen Eltern bekommen. 2017 hab ich’s verpennt, welche zu kaufen und meinne Eltern hatten auch keine übrig. Es sind dann trotzdem welche in Töpfen aufgegangen, allerdings haben sie die Verspätung nicht mehr aufholen können. So war die Tomatenernte dann recht bescheiden.

Der Plan, Erbsen in einem Balkonkasten vorzuziehen und auszupflanzen ging leider auch nicht auf. Nur eine kleine Erbsenpflanze ging überhaupt auf und wurde auch etwa 5 Zentimeter hoch, bevor sie den Schnecken zum Opfer fiel. Kohlrabi und Grünkohl wurde von Erdflöhen hingerafft, auch die Rauke hat darunter gelitten.

Der Sommer war hier sehr heiß und trocken, dadurch waren die Erdflöhe so stark vertreten.

Das hielt neu Einzug

Kapkörbchen, auch Bornholmer Margerite

Nach etlichen Jahren ohne, hatte ich Kürbis vorgezogen und ausgepflanzt. Durch sein einnehmendes Wesen eroberte er den Garten im Sturm. Ein Kapkörbchen hatte ich versuchsweise im Topf und bin von der Blühfreude begeistert. Es steht mit Winterschutz direkt an der Hauswand, falls es wirklich richtig kalt wird, werde ich versuchen, es im Keller zu überwintern. Im Frühling hatte ich mir einen Korb Hornveilchen gegönnt und im Garten verteilt. Auch die haben sehr ausdauernd geblüht und sich an manchen Stellen selbst ausgesät. Zusätzlich hab ich Samen gesammelt und werde versuchen welche vorzuziehen.

Das wuchs besonders gut

junge pfluecksalatpflanzenDer Mangold war sehr ergiebig. Viele junge Blätter wanderten in den Salat, ein paar Mal gab es ihn als spinatähnliches Gemüse. Er steht noch immer in den Beeten. Pflücksalat hat sich selbst verbreitet und wächst wie Unkraut überall. In den Herbst hinein konnte sich dann auch die Rauke gegen die Erdflöhe behaupten. Feldsalat ist auch in verschiedenen Bereichen aufgegangen und hat schon mehrmals den Weg in die Salatschüssel gefunden.

Die Ringelblumen waren unermüdlich und blühen auch jetzt, im Dezember, noch. Sogar nach Schnee und Nachtfrost berappeln sie sich immer wieder. Allerdings ist das Klima hier mild und der Garten liegt sehr geschützt.

Das war mein leckerstes Gartenerzeugnis

Salate in allen Varianten. Dadurch, dass viel von selbst aufgegangen ist, waren Mischsalate ‚quer durch den Garten‘ an der Tagesordnung. Hier ein paar Blätter Pflücksalat, dort Löwenzahn, Rauke, Mangold, Feldsalat, dazu etwas Vogelmiere, Kapuzinerkresseblätter- und -blüten, Borretschblüten, Radieschenschoten – so in etwa sah der Mix aus. Dazu frische Frühlingszwiebeln und Kräuter.

Das war mein liebstes Gartenwerkzeug

Mein Neuzugang – die ARS-Ausputzschere hat mir immer wieder sehr gute Dienste erwiesen. Die Ringelblumen haben mir das Ausputzen mit immer neuen Blüten gedankt, auch Bartnelken und Lavendel habe sich zu zweiter Blüte aufgerafft.

Das war meine Lieblingsblume

Den Titel teilen sich Ringelblume und Kapuzinerkresse. Beide sind nicht nur sehr blühfreudig, sondern darüber hinaus auch noch heilkräftig. Aus Ringelblumenblüten habe ich Tinktur und Öl gewonnen, auch Blütenblätter im Tee haben mich begeistert. Die Kapuzinerkresse habe ich ebenfalls zu Tinktur verarbeitet – ob es ihr Verdienst ist, dass ich das Arbeitsjahr ganz ohne Krankmeldung geschafft habe?

Das war mein Lieblingsgemüse/-salat

Die bunt gemischten Salate waren und sind noch immer unglaublich lecker, vor allem die Rauke war sehr geschmackvoll. Aber auch der Kürbis war fein und leider viel zu schnell aufgefuttert. Als Ofengemüse, Suppe oder mit Tomatensauce war er ein Gedicht.

Aber auch die Kräuter für Tee haben mir Spaß gemacht. Die Schokominze habe ich fast täglich geerntet und frisch genossen – sooo fein!

Das nervte am meisten

Gießen, gießen, gießen. Vor allem im Hochsommer war es so trocken, dass ich teilweise sogar morgens und abends gießen musste, speziell die Pflanzen in den Töpfen. Durch diese Trockenheit durfte ich auch Bekanntschaft mit den Erdflöhen machen, was sonst die (Nackt-)Schnecken geschafft haben, übernahmen diesmal diese kleinen Krabbler.

Das war die größte Lehre

Was von alleine aufgeht, ist viel robuster als das, was ich gesät oder gepflanzt habe. Zumindest war das mein Eindruck, mag sein, dass ich mich hier täusche. Sorgfältig aufgepäppelte Salatpflänzchen wurden viel stärker angeknabbert als ihre Artgenossen, die plötzlich im Beet waren. Eine ausgeblühte Salatpflanze beschert mir jetzt Salat in allen nur denkbaren Ecken und Enden. Sogar in Töpfen und Schalen mit Tulpenzwiebeln&Co. geht der Pflücksalat auf. Im Kasten, in dem ich Kornblumen vorgezogen habe, gingen aus 10 Kornblumensamen 2 Kornblumen und etwa 50 Salatpflänzchen auf. Frühlingszwiebeln, die geblüht haben, haben mir einen großen Blumentopf voller Frühlingszwiebeln beschert. Die wachsen dicht an dicht und die ersten geernteten Exemplare waren sehr lecker.

fruehlingszwiebeln

Die einzelnen Monate findest du hier:

Juli 2017August 2017 • September 2017Oktober 2017November 2017

Und wie war dein Gartenjahr? Was waren die Highlights, was lief so gar nicht gut?

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