Gartenplanung Küchengarten

Dieses Thema steht im Prinzip ja jedes Jahr auf dem Plan: Welche Gemüsesorten und Kräuter pflanze ich als Küchengarten an. Die erste Überlegung ist bei mir dabei:

Was will ich unbedingt (wieder) ernten?

Dazu schaue ich zunächst zurück aufs letzte Gartenjahr. Ich hatte:

Chili

Bereits im Februar hatte ich Chili im Haus vorgezogen. Die Samen hatte ich als Mix bestellt, jede Pflanze war daher eine Überraschung. Sie haben überraschend gut getragen und sich als teilweise ziemlich scharf herausgestellt. Die Chili hab ich im Topf gelassen und im Herbst zum Überwintern reingeholt. Bisher sehen sie auch noch ziemlich gut aus, so dass ich nur meine Lieblingssorte nachsäen werde. Ansonsten kommen die überwinterten Pflanzen im nächsten Frühling raus und bekommen frische Erde dazu.

Tomaten

Tomaten werde ich auf jeden Fall versuchen ab März vorzuziehen. Letztes Jahr hatte ich drei ‚Notkäufe‘ im Baumarkt getätigt, nachdem meine Vorzucht aus verschiedenen Gründen nicht erfolgreich war. Aus den gekauften Pflanzen hab ich die ersten Geiztriebe wurzeln lassen und eingepflanzt, dazu kamen etliche Kompostbabys, die in allen möglichen Blumentöpfen aufgegangen sind. Sehr lecker waren die dunklen Cocktailtomaten, von denen hab ich Samen gesammelt. Außerdem sind noch gekaufte Samen vom letzten Jahr übrig und Eiertomaten möchte ich auch kaufen.

Bohnen (Busch- und Stangenbohnen)

Die Buschbohnen waren letztes Jahr großartig. Eine Reihe hatte ich gelegt und davon echt üppigen Ertrag von Juni bis Ende Oktober. Für die findet sich auf jeden Fall wieder ein Platz. Die Stangenbohnen waren in 2018 nicht so ertragreich, trotzdem werde ich wieder welche pflanzen, denn sie dienen auch als Berankung und Sichtschutz.

Erbsen und Zuckerschoten

Die Markerbsen wurden Opfer der Sommerhitze, die Zuckerschoten wanderten fast alle direkt von der Pflanze in den Mund. Übriggebliebenes und gesammeltes Saatgut darf trotzdem wieder in den Garten.

Salatgurken

Zwei Pflanzen hatte ich letztes Jahr, gerne dürfen es dieses Jahr vier werden. Sie haben erstaunlicherweise der Sommerhitze ganz gut getrotzt, wurden aber leider manchmal durch zu wenig Wasser bitter.

Salat

Der Australische Gele wandert mittlerweile als ‚Unkraut‚ durch den Garten. Im Sommer schießt er zu schnell, aber vom späten Herbst, den Winter hindurch bis zum Frühjahr bereichert er die Küche. Feldsalat ist weitgehend auch ein Selbstläufer.

Spinat

Im letzten Jahr hatte ich sehr früh zwei kleine Reihen Spinat gesät. Um ihn als Gemüse zuzubereiten war es zu wenig, bzw. das wenige wurde von den Schnecken sehr geliebt. Er wanderte vor allem als einzelne junge Blätter mit in Salate. Ich hab ihn blühen und samen lassen und werde dieses Frühjahr großzügiger säen.

Mangold

Einige Mangoldpflanzen sind durch Selbstaussaat aufgegangen, ein paar werde ich im Frühling vorziehen und dann, wie vorletztes Jahr, zwischen die Sommerblumen pflanzen.

Radieschen

Eigentlich bräuchte ich es wahrscheinlich gar nicht zu erwähnen: Radieschen sind eine tolle Zwischensaat, die überall dort, wo der Platz immerhalb weniger Wochen wieder gebraucht wird, hinkommen.

Kürbis

Für Kürbis hab ich diesmal im hinteren Gartenteil ein kleines Hügelbeet neu angelegt, dort dürfen Hokkaido und Butternut wuchern.  Das neue Kürbisbeet ist Teil der ehemaligen Efeuecke, der Kürbis bringt hoffentlich auch den Nebeneffekt mit sich, eventuelle Ausläufer von Efeu oder Brombeere zu überwuchern. Außerdem schmecken sie uns sehr gut und lassen sich einfach bis ins neue Jahr rein lagern.

Lauch und Lauchzwiebeln, Knoblauch

Sind schon in der Erde und werden auch in Zukunft immer wieder überall und jederzeit dazwischengepflanzt. Denn sie sind nicht nur für unsere Küche gut zu gebrauchen, sondern erfreuen auch Bienen und Hummeln.

Kohlrabi, Rosenkohl und Karotten

Die Ergebnisse waren dieses Jahr nicht berauschend. Trotzdem will ich einen neuen Versuch starten und hoffen, dass es diesmal besser klappt.

Was soll neu dazu?

Der spannende Teil – Bücher wälzen, in Katalogen und im Web rumschmökern und ein bisschen träumen…

Artischocken? Brauchen wohl ziemlich viel Platz!

Grünkohl? Brokkoli? O-o, Kohlweißling und Erdflöhe jubeln…

Paprika? Physalis? Im Haus vorziehen – wo ist noch eine freie Fensterbank?

Vielleicht doch mal versuchen, mich mit roter Beete anzufreunden? Oder mit Sellerie und Fenchel? Und welche neuen Kräuter?

Ihr seht, meine Planung ist noch voll im Gange. Hilfreich als Inspiration sind mir dabei ein paar Bücher.

Wenn diese Ideensammlung abgeschlossen ist, dann kommt der ernüchternde Teil. Was soll wohin und wer verträgt sich mit wem oder auch nicht? Mischkultur und Fruchtfolge versuche ich halbwegs zu berücksichtigen. Und doch schaffe ich es oft einfach nicht, Pflänzchen, die sich von selbst angesiedelt haben einfach umzuhacken oder auszureißen. So steht dann mitten in der Bohnenreihe ein Salbei und ein Löwenmäulchen, Ringelblumen und Pflücksalat sind sowieso überall und der Dill wird hoffentlich nächstes Jahr genauso durch den Garten wandern wie der Borretsch.

Seid ihr schon fertig mit Planen?

 

 

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